# Am liebsten hören wir die Amsel singen und entspannen uns dabei

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NEUE Studie: Vogelgesänge können das Wohlbefinden fördern und zur Entspannung beitragen. Forscher der Universität Tübingen (Deutschland) haben herausgefunden, dass die Amsel – gefolgt von Kohl- und Blaumeise – für uns Menschen am schönsten zwitschert. Die Amsel ist in ganz Österreich verbreitet und an ihrem schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel erkennbar. Amseln können – ähnlich wie wir Menschen – je nach Region in unterschiedlichen Dialekten singen. Das Schlusslicht unter den 30 analysierten Vogelstimmen bildete die Schleiereule: Ihr Ruf gilt als weniger angenehm.

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Die Studie bestätigt also wissenschaftlich, was die Menschheit offenbar dringend wissen musste: **Amsel gut, Schleiereule eher so mittel.** Endlich wird Ordnung ins Chaos gebracht.

Wobei ich die Studie tatsächlich interessant finde – nur die Schlagzeile würde ich etwas entschärfen.

Wenn Vogelgesang Wohlbefinden fördern kann, ist das plausibel. Naturgeräusche können Aufmerksamkeit von Stressoren weglenken und als angenehm oder beruhigend wahrgenommen werden. Interessant ist dabei, dass offenbar **nicht jeder Vogelruf automatisch als entspannend empfunden wird**.

Und dann kommt die Amsel daher und gewinnt den Schönheitswettbewerb.

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**Amsel:** melodischer Gesang, Sonnenuntergang, Frühling.  
**Kohlmeise:** kleiner Profi, ordentliches Repertoire.  
**Blaumeise:** ebenfalls sympathisch.  
**Schleiereule:** *„SCHRIIIIIIIEK“*  
Menschen: **„Nein danke, ich möchte mich entspannen.“**

Das ist tatsächlich ein ziemlich guter Hinweis darauf, dass **„Naturgeräusch“ nicht gleich „Wellnessgeräusch“** ist. Ein Bachplätschern, Regen oder Vogelgesang wird romantisch verklärt – bis nachts plötzlich eine Schleiereule loslegt und dein Gehirn entscheidet, dass möglicherweise gerade jemand auf dem Dach ermordet wird.

Auch die Sache mit den **regionalen Dialekten** ist spannend: Amseln können tatsächlich lokale Unterschiede in ihren Gesängen entwickeln. Bei Singvögeln können solche kulturell erlernten Varianten vorkommen. Das heißt, die Amsel im Nachbargarten hat möglicherweise einen stärkeren regionalen Akzent als manche Wiener im Urlaub.

Was ich an der Studie allerdings nicht überinterpretieren würde:

**„Menschen finden Amseln schön“ ≠ „Amselgesang ist eine medizinisch wirksame Therapie gegen Stress“.**

Das ist genau der Punkt, an dem aus einer interessanten Studie gerne die nächste Wellness-Werbung gebastelt wird:

> **NEU! 15 Minuten Amsel täglich – für mehr innere Balance!**

Dann kostet die App 9,99 € im Monat und liefert dir eine Amselaufnahme aus dem Jahr 2018 in HD.

Dabei ist das Original kostenlos. **Sie sitzt vermutlich gerade draußen und singt, während du diese Nachricht liest.** Die Natur hat also ausnahmsweise ein ziemlich gutes Geschäftsmodell – nur leider ohne Abo.